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Voice-over-IP (kurz VoIP) soll in Zukunft eine echte Alternative zum nomalen, analogen oder ISDN Festnetz-Telefonanschluss werden. Doch auf dem Weg dorthin gibt es noch Probleme bei der Qualität und bei Rahmenbedigungen:
Qualität der Gespräche
Die Qualität der Sprachübertragung hängt sehr stark von den verwendeten Geräten und dem VoIP-Anbieter selbst ab. Rauschen, verzögerte Sprachübertragung und Echos sind die häufigsten Probleme beim Telefonieren über die Internetleitung.
Grund dafür sind unterschiedliche Störfaktoren:
Damit die Sprache pausenlos über das Internet übertragen werden kann, muss der Internetanschluss entsprechend schnell sein. Wird während dem Telefonat über die Internetleitung gleichzeitig gesurft, so verringert sich die Geschwindigkeit und die Qualität der übertragenen Sprache kann leicht abnehmen. Der Internetanschluss sollte daher eine Geschwindigkeit von mindestens 1 MBit/s (entspricht 1024 kBit/s). Ein einfacher DSL-Anschluss würde beispielsweise vollkommen ausreichen.
Weitere Gründe können unter Umständen die Technik der VoIP-Telefonapparate und der Analog-/ISDN-Adapter bzw. die Soundkarte bei den VoIP-Computer-Programmen sein. Beim Kauf eines VoIP-fähigen Gerätes sollte daher darauf geachtet werden, dass Sprachpakete eine höhere Priörität bei der Übertragung bekommen als Datenpakete einer Internetseite beispielsweise. Eine Echounterdrückung sollte ebenfalls inbegriffen sein.
Auch die Zuverlässigkeit und Technik des VoIP-Anbieters kann Einfluss auf die Sprachübertragung haben. Viele Anbieter ermöglichen eine kostenlose und eingeschränkte Nutzung des VoIP-Dienstes über den Computer. Dabei können erste Erfahrungen gesammelt werden.
Kopplung von Festnetz- und DSL-Anschlüssen
Für die Nutzung von Voice-over-IP wird ausschließlich ein schneller Breitband-Internetanschluss wie z.B. DSL benötigt. Der Analoge oder ISDN Telefonanschluss wäre damit überflüssig. Aufgrund des aktuellen Telekommunikationsdienstgesetzes darf die Deutsche Telekom AG jedoch bis etwa 2008 DSL-Anschlüsse in Verbindung mit einem Telefonanschluss verkaufen - auch dann, wenn der Telefonanschluss nicht benötigt wird. Einen DSL-Anschluss ohne einen Telefonanschluss kann der Kunde damit momentan nicht erhalten und muss überflüssige Gebühren bezahlen.
Lediglich die QSC AG bietet DSL-Anschlüsse ohne einem Festnetz-Telefonanschluss an. Jedoch sind dort die DSL-Anschlussgebühren extrem hoch.
Neben DSL ist in einigen Region deutschlands der Breitband-Internetanschluss über das TV-Kabel möglich. Ein Festnetz-Telefonanschluss wird hierfür nicht gebraucht. Das gleiche gilt für Powerline, dem regionalen Breitband-Internetanschluss über die Strom-Steckdose.
Notruf 110 und 112
Nur wenige VoIP-Anbieter ermöglicht deren Kunden die Anwahl der Notrufnummern. Grund dafür ist der sogenannte Röchelruf. Dieser ermöglicht es der Notrufzentrale die Person zu lokalisieren, wenn diese nicht mehr sprechen kann und "röchelt". Aufgrund der Unabhängigkeit des Internets kann die Notrufzentrale nicht feststellen, wo sich der VoIP-Anrufer auf der Welt befindet.
Anschließen der Geräte
"Stecker reineinstecken und lostelefonieren" - leider ist dies in der Realität nach einigen Tests der VoIP-nutzen.de Redaktion nicht immer der Fall. Vor allem die sogenannte Firewall, eine Art Schutzwand, im Router führt zu Problemen. Sogenannte Ports, also quasie Türen, müssen für die Sprachübertragung aufwendig freigeschaltet werden.
Tariffallen mit DSL-Komplettangeboten
Voice-over-IP ist grundsätzlich von DSL völlig unabhängig. Zwar bieten einige Anbieter DSL- und VoIP-Komplettangebote an, doch muss der Kunde nicht auch deren DSL-Anschluss mit VoIP des gleichen Anbieters nutzen. Für Voip wird nur ein Breitband-Internetaschluss benötigt. Von welchem Anbieter der VoIP-Tarif ist und auf welchem Punkt der Erde sich der Nutzer befindet ist völlig gleichgültig.
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