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Keiner nutzt VoIP auf dem Handy
20.05.2009 - Die Mobilfunkanbieter in Deutschland brauchen den Wettbewerb mit Voice-over-IP-Anbietern immer weniger zu fürchten, da die Abhängigkeit von den Umsätzen mit Sprachdiensten rückläufig ist. Der Rückgang bei Handygespräche soll über mobile Datendienste kompensiert werden.
2009 werden die Mobilfunker bereits jeden vierten Euro mit solchen Non-Voice-Angeboten ohne SMS und MMS umsetzen. 2007 lag der Anteil erst bei knapp neun Prozent. Mittelfristig dürften viele Kunden zusätzlich durch Bündeltarife davon abgehalten werden, auf günstige VoIP-Dienstleister wie Skype umzusteigen. Dazu zählt beispielsweise die Doppelflatrate für Telefonie und mobiles Internet. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting.
Den Trend zu internetbasierten Mobilfunkdiensten werden die Netzbetreiber allerdings nicht mehr umkehren. Die Anbieter erwarten hier weiter sinkenden Gesprächsumsätze. So werden 2020 mehr als die Hälfte der Handygespräche über das Internet geführt, schätzt der Marktforscher Gartner. Damit steigt der Druck auf die Mobilfunkunternehmen, neue Technologien, Dienste und Preismodelle zu entwickeln, um die Umsatzrückgänge im Kerngeschäft zu kompensieren.
Zusätzliche Einnahmequellen versprechen sich die Mobilfunkunternehmen beispielsweise durch den Aufbau eigener Hochgeschwindigkeitsnetze. Bandbreiten auf Festnetzniveau sollen die Attraktivität des mobilen Internets weiter steigern. Diese so genannten „Long-Term-Evolution-Netze“ sind bereits für 2010 angekündigt.
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